Friederike Lauteren

Bilder und Bücher

Vita

friederike gabriele lauteren

geboren 08. April 1943 in Tegernsee, Tochter von Willy Preetorius (1882-1964).
Studium an der AKADEMIE für das grafische Gewerbe München
Malerei – Zeichnung – Gebrauchsgrafik – Typographie.

1966 – 1970 Mitarbeiterin in verschiedenen Werbeagenturen, z.B. Signet Büssinglöwe, Schriften, Prospekte, Hanomag Henschel, Zweckform, Verlag Moderne Industrie, etc.
1970 – 1972 Dozentin bei Famous Schools International München bis 1975 Freie Grafikerin: Briefköpfe, Signets, Speisekarten, Buchcover, Illustrationen, Plattencover, Messegestaltung, Gestaltung von Speiselokalen etc.
Seit 1974 Zahlreiche Ausstellungen (siehe Menuepunkt Ausstellungen)
Seit 1975 Malerei im Poetischen Realismus in der von Friederike Lauteren selbst entwickelten Technik AQUAPLAST.
Seit 1995 Abstrakt, Mischtechnik, Zyklen und Portrait in AQUAPLAST.
Seit 1985 gibt Friederike Lauteren neben ihrem beruflichem Schaffen auch Privatkurse in Malerei im Kreis Tegernsee, in München und seit 2001 auch im Kreis Landsberg.

Gedruckte Medien

1981 jahreszeiten (lyrik)
1991 geheime landschaften, verschwiegene gedichte (lyrik)
1999 winterliebe - gedichte, aus der kälte (lyrik)
2002 haut aus glas, kurzgeschichten (prosa)
2004 persönliche verstecke, vorletzte gedichte (lyrik)
2010 der junge mit dem gelben turban (prosa)
2020 Nichts Besonderes (prosa)
2021 wintersonnenwende (lyrik)
2025 frauen (prosa)
2027 wolkenziehenHören (prosa)

Interviews

2021 Eins zu Eins. Der Talk. Bayern 2

Pressestimmen

»Insbesondere durch den langjährigen Unterricht bei der akademischen Malerin Friederike Lauteren konnte ich mich künstlerisch entfalten.«
(Astrid Künzner, Ausstellung "Wendepunkt", Galerie Bezirk Oberbayern, 2022)

»Friederika Lauteren - az alkotó, akinek a festés szabadságot ad. Absztrakt képek, finom tollrajzok és akvarellek.«
(SÁRVÁri HÍRLAP, 2005, november 18.)

»Was ich nicht in Worte kleiden kann, male ich, was ich nicht malen kann, das schreibe ich.« Friederike Lauteren ist ganz offenbar ein Multitalent. Sie sprudelt über von Ideen und Kreativität und verarbeitet ihre Einfälle und Empfindungen in Farbe, Form und Sprache. Zugleich vermag sie auch das in anderen Menschen schlummernde Potential an die Oberfläche zu befördern. Ihre Malkurse in München und Windach am Ammersee sind bekannt. »Ich hole bei den Leuten aus dem Bauch heraus, was da ist« erklärt sie ihre Art zu unterrichten.
(SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 10.10.2002)

»Der Betrachter steht am Eingang zu einer Welt, die nur selten aus der Verborgenheit auftaucht«
(MÜNCHEN MOSAIK, Heft 1, 1993, 19.Jahrgang)

»Durch besondere Technik ändert sich Gemäldestruktur«
(MÜNCHENER MERKUR, 21.11.1988)

»Unbequem, aber fürs Auge«
(AUGSBURGER FEUILLETON, 16.11.1983)

Austellungen

1974
Galerie Kaiser, Freiburg
1976
Galerie Kaiser, Freiburg
1977
Galerie König, Stuttgart
1978
Galerie Mühleisen, Memmingen
1979
Galerie Huber, Landsberg
1982
Galerie am Sonntag, Planegg
1983
Galerie an der Komödie, Augsburg
1983
Galerie Art Cumulus, Pflaumdorf
1984
Galerie Micado, Freiburg
1984
Galerie Villa Merklin, Waldkirch
1986
Galerie am Sonntag, Planegg
1987
Galerie 2000, Augsburg
1988
Galerie am Sonntag, Planegg
1989
Galerie PS Schnitzer, Gmund
1990
Galerie Rauchkuchl, Groningen
1991
Galerie am Sonntag, Planegg
1992
Haus Bruneck, Kreuth
1993
Galerie am Sonntag, Planegg
1996
Haus Franzen, Rottach Egern
1997
Galerie i. d. Raiffeisenbank, Gmund
1999
Bayerische Landesschule, München
2000
Parkresidenz Bachmair, Weißach
2003
Munich Art Gallery Fed, München
2005
Schloß Sárvár, Sárvár, Ungarn
2007
Galerie Feldwies, Übersee am Chiemsee
2008
Seehotel Leoni, Berg am Starnberger See
2008
City Hilton, München
2008
Arzmiller im Theatinerhof, München
2018
Historische Säulenhalle am Stadttheater, Landsberg am Lech
2022
Autorenlesung und Ausstellung im Landratsamt, Landsberg am Lech

Arbeiten

Bücher

Lauteren, Friederike

WolkenziehenHören

Prosa

2027

(Noch nicht erschienen)

er zerbrach sich den kopf, wann und ob er dieses bemerkenswerte Fresco gemalt habe, vergaß kaffee und buch, schaute und schaute.

So lebendig die Farben, so fröhlich, und dann sah er sie: Susanne, ihr kopf war ihm zugewandt. Jung sah sie aus und lief zwischen den anderen.

Er stand auf, er glaubte es nicht, er ging ganz dicht an das Bild, kein zweifel, Susanne schaute ihn an, lächelnd. Wie konnte das sein? Es erfüllte ihn mit großer Freude, seine Susanne.

Als einer seiner enkel wieder nach ihm sehen wollte, fand er ihn nicht. Ein buch lag aufgeschlagen auf dem roten sessel, in der küche stand eine leere kaffeetasse, von Karl-Heinz, keine spur.

Der enkel alarmierte die Familie, und sie rückte an. Man rief zunächst, suchte dann organisiert und sorgfältig. Man suchte einen ganzen tag, und noch einen. Aber gefunden haben sie Karl-Heinz nicht.

Lauteren, Friederike

frauen

Prosa

304 Seiten

2025

Libusa hingegen verträgt eine menge. Weder wird ihr jemals schlecht noch wird sie traurig oder sentimental, sie summt dann vor sich hin, redet mehr als sonst und sogar der sex macht ihr ein wenig freude, den sie normalerweise für völlig überschätzt hält.

Das wiederum findet Viktor sehr aufregend, gewisserrmaßen muß er die spröde, kühle Libusa jedes Mal erneut verführen, um- werben, so ganz anders als die mädchen die er kennt oder vorher hatte, sofort bereit, anhänglich, vorhersehbar.

Und er ist ein treuer mann.

Libusa ist nicht treu sondern faul, aber mit dem gleichen resultat. Wie gesagt, sex fand sie schon immer überbewertet, eine kurze affaire wäre ihr zu stressig, so läuft es wunderbar, warum also etwas daran ändern. Letztlich ist ein mann wie der andere.

Lauteren, Friederike

Wintersonnenwende

Lyrik

62 Seiten

2021

der lautlose lärm
fallenden schnees
dröhnt um mein haus

alles was ich liebe
ist in sicherheit
aber sicherheit
ist nur lebenslänglich

Lauteren, Friederike

Nichts Besonderes

Prosa

122 Seiten

2020

Seit einiger zeit hat sie so etwas wie mitleid mit den menschen. Ihr kommt vor, sie durchschaue endlich alles, begreife alles, vor allem, wie sinnlos dieses „alles“ letztlich ist. Sie schaut zu, aus ihrer vermeintlich einsamen position heraus, wie sich „alles“ ständig wiederholt, das arbeiten, mühen, das lieben, hassen, die trauer, verzweiflung, freude, begeisterung.

Sie ist in gewisser weise traurig, dass sie das jetzt alles weiß, dass durch dieses wissen niemals mehr platz für eines dieser gewaltigen gefühle sein wird. Unwiederbringlich vorbei. Eine grausame tatsache.

Und so fällt es ihr immer schwerer gespräche zu führen, sich aufzuregen über dies oder das, was dereinst so ungeheuer wichtig war. Auch trauer oder freude bringt sie nicht mehr wirklich auf. Sie ist verblüfft, dass es keinem auffällt. Aber sie beklagt sich auch nicht, und so sind alle zufrieden. Ein wenig unheimlich ist das schon.

Salomo fällt ihr ein: und alles ist eitel und haschen nach wind und kein gewinn unter der sonne. Dieser spruch stand achtundfünfzig jahre früher über ihrem bett. Aber kapiert hatte sie ihn damals nicht wirklich.

Sie weiß jetzt aber, dass andere zu allen zeiten es auch begriffen haben, genau an dem punkt gewesen sind, an dem sie jetzt ist, alles das, was sie jetzt glaubt ganz sensationell und exclusiv zu empfinden, andere zu jeder zeit auch ganz sensationell und exclusiv begriffen und empfunden haben.

Neben der arroganz der jugend gibt es auch die arroganz des alters, nur nicht laut und spürbar sondern ganz leise und mit einer gehörigen portion hochmut.

Nur wirklich tröstlich ist das nicht.

Lauteren, Friederike

der junge mit dem gelben turban und andere kurzgeschichten

Prosa

200 Seiten

1. Auflage 2010, 2. Auflage 2022

ihr war eisig kalt.

Emmeran zog sein jackett aus und legte es ihr über die schulter. der sommer war draußen geblieben. die kälte kroch ihr in den nacken, kräuselte die innenseite der arme, machte die beine steif. sie begann zu stolpern, wollte wieder heraus an das licht, in die warme luft. aber der rundgang war noch lange nicht beendet. sie sah Emmeran an, konnte ihn aber irgendwie nicht richtig erkennen. lag es am schlechten licht, oder ging ein anderer neben ihr? sie versuchte, darüber zu reden, aber es kam kein wort heraus. so liefen sie tief im inneren des Dach- steins hintereinander her und ihr fiel die Cheopspyramide ein, wie sie plötzlich keine luft mehr bekommen hatte, in panik ausgebrochen war und auch nur hinaus wollte. dort war es heiß gewesen, aber hier war es schneidend kalt. mit gläsernen fingern zog sie das sacco eng um sich, sie wollte ruhig bleiben, aber es gelang ihr nicht. jetzt war sie sicher, der mann neben ihr war ein fremder. sie überlegte, wie es hatte passieren können. ihr hals schnürte sich zu, die panik war nicht mehr aufzuhalten. sie drehte sich um und rannte zurück in die dunkelheit. riesige stalaktiten verzerrten sich zu fremden tieren, fratzen, wenige scheinwerfer waren geschickt so plaziert, daß alles von innen zu leuch- ten schien. sie hörte Emmeran rufen, aber sie beschleunigte, fiel hin, schürfte sich das knie auf, war plötzlich allein. noch kurz vorher hatten sie zusammen in einem straßencafé Segafredo getrunken, ihren lieb- lingsespresso, oder war es gestern, vorgestern? jedes zeitgefühl blieb auf der strecke. noch immer rannte sie, so gut sie konnte. eine gruppe leute kam ihr entgegen, sie sahen aus wie tote. sie bewegten die mün- der, aber sie hörte es nicht. nur ihre schritte hallten dumpf von den wänden wider. dann waren sie vorbei, wieder war sie allein und dem grauen ausgeliefert, einem grauen, wie sie es noch nie empfunden hatte.ihr schien, sie liefe schon seit stunden, seit tagen oder wochen. wie war sie nur hierhergekommen? was wollte sie überhaupt hier?

Lauteren, Friederike

persönliche verstecke, vorletzte gedichte

Lyrik

127 Seiten

2004

rauchig quillt der mond
zwischen die schenkel der berge
ein bunter nachtvogel
zündelt im gestrüpp
quecksilber macht
den see bedenklich

hinter den booten
weint einer haltlos
bertunkene tote
erscheinen
bedeutungslos
unter dem vollmond

der himmel ist ganz leer
auf dem boden der nacht
du bist
nicht gekommen
die ufer sinken
allmählich ein

Lauteren, Friederike

haut aus glas

Prosa

394 Seiten, gebunden

2002

draußen strömender regen, ich beschloß, die mineralienmesse auf dem neuen messegelände zu besuchen.

brav folgte ich der beschilderung und gelangte tatsächlich nach geraumer fahrt zu einem gebäude mit wehenden fahnen, der neuen messe.

ein schild verbot mir, auf die gut sichtbaren, leeren parkplätze neben der halle einzubiegen.

ich mußte geradeaus weiter fahren.

das messegebäude blieb hinter mir und verschwand sehr bald in einer regenwand. jedesmal, wenn ich rechts oder links auf einen der unendlichen parkplätze abbiegen wollte, tauchte ein mensch in gelbem regengewand auf und winkte mich weiter.

ich gelangte in eine ungewöhnlich schöne landschaft, eine art flußlauf, geröll zu beiden seiten der nun mehr nur noch autobreiten asphaltstraße. große seen breiteten sich aus, der regen strömte auf die steine, ließ sie in allen farben leuchten.

die kiesflächen im milchgrauen licht schienen sich zu beiden seiten bis an den horizont zu dehnen. ich fühlte mich wie im urlaub, ein wadi, nordafrika, nur das wetter stimmte nicht, aber Island, tatsächlich, ich erwartete jeden augenblick, den Vatna Yökull aus dem regendunst aufsteigen zu sehen.

noch immer fuhr ich gerade aus, ohne chance, in eine der parkwannen zwischen seen und endlosen weiten abbiegen zu können.

jedesmal tauchte eine gelbe gestalt auf, und winkte mich weiter.

und dann geschah es.

ein neuerlicher gelber dirigierte mich nach links, glücklich verließ ich die asphaltstraße, und rollte über die glänzenden kiesel.

schon sah ich eine reihe parkender autos, und ich beschloß, diesmal unerbittlich einzuparken.

ich hatte es gewußt. ein gelber deutete nach rechts.

ich ignorierte es tapfer. fuhr weiter.

ein mächtiger schlag mit der flachen hand auf den kühler belehrte mich schnell eines besseren. ich beruhigte den zu tode erschreckten hund, und fuhr neuen gefilden auf der rechten seite entgegen.

nachdem ich eine art wall erklommen, weitere kieswannen durchquert hatte, öffnete sich das tal und ich ward angewiesen nach links abzubiegen.

der regen strömte noch immer unverändert vom himmel. ich erkannte eine weitere reihe autos auf einem tiefer gelegenen gelände.

totenstille, ich durfte einparken und aussteigen.

ein in gelb verpackter schwarzer beugte sich dicht zu mir und brüllte: H

brav wiederholte ich: H

er klopfte mir anerkennend auf die schulter und entließ mich in den regen.

ich blickte mich um, um irgendetwas zu sehen, was ich mir merken könnte, aber es gab nur kies, soweit das auge reichte.

und den strömenden regen.

Lauteren, Friederike

winterliebe

Lyrik

79 Seiten

1999

und so zog ich aus
das fürchten zu lernen
lernte kälte alter
den kürzeren atem
den hastigeren tag
die schmerzende nacht
die ungestillte sehnsucht

und so zog ich aus
ruhig zu werden
die natur umfließt mich
brausender tosender frühling
mitten im januar
ich trete durch die finsternis
sonnenpfützen aussaugend
der wärme dem licht entgegen

Lauteren, Friederike

Geheime Landschaften, Verschwiegene Gedichte

Lyrik

172 Seiten

1991

ein lauer sturm
macht den garten weich
im regenloch
blinken weiße würmer

der schnee fault
wir lassen dich blass werden
hinter den winterbäumen
und am nachmittag

ist der himmel zerkratzt
wie altes zinn
es wird regen geben
auf der terrasse

winkt der tote mit lilien
winkt und winkt
einen fremden mädchennamen
zwischen den lippen

Lauteren, Friederike

jahreszeiten

Lyrik

170 Seiten

1981

(vergriffen)

weiß ist die farbe
des glücks
die nächte heißen
deine wange
an meinem herz

sehr herrlicher schnee
blüht herab
von dem runden himmel
vor unserem fenster
schlafen wintervögel

alles ist still

Aktuelles

Buchcover des Buchs 'frauen'

frauen (2025) prosa

Impressum

Die Seite besteht seit 2006. Urheber sämtlicher gezeigter oder erwähnter Werke ist Friederike Lauteren.

Diese Internet-Seite ist Eigentum von Jeromin Fest, der vom Urheber der Werke, auf die hier in Bild und Schrift Bezug genommen wird, mit dem Veröffentlichungsrecht laut § 12 (UrhG) ausgestattet wurde.

Alle Texte & Bilder des Servers LAUTEREN.EU (Alias-Adresse: LAUTEREN.DE) sind durch das Urheberrecht geschützt.

Administrator der Seite: Jeromin Fest. Version der Seite: 3.0.8 (2026)

Webdesign: Blue Lemon Design (bluelemon.nz)